Schmerzpatienten wünschen sich mehr Lebensqualität: Das zeigt die Aktion "Schmerzens-Wunsch" der Initiative Schmerz messen
Was wünschen sich Schmerzpatienten? Die Initiative Schmerz messen hat mit der Aktion „Schmerzens-Wunsch“ nachgefragt. Zwischen März und September trafen mehr als 3.000 Einsendungen mit sehr individuellen, persönlichen Wünschen ein.
„Ich würde mich gerne wieder frei bewegen können, mit anderen lachen, ohne Angst und Sorgen sein und das Leben wieder genießen können.“ So wie dieser 45-Jährigen geht es vielen Schmerzpatienten. Sie wünschen sich ihre Lebensqualität zurück. Das bedeutet für Betroffene adäquat gelinderte Schmerzen, wieder aktiv sein, den Arbeitsalltag bewältigen oder nachts wieder durchschlafen können. „Für einen Gesunden ist es meist schwer nachvollziehbar, dass ständige Schmerzen sämtliche Bereiche des Lebens massiv einschränken“, sagt Dr. Marianne Koch, Präsidentin der Deutschen Schmerzliga e.V. In dieser Situation entstehen Gefühle der Hoffnungslosigkeit, der Angst und Ohnmacht, die oft sogar in Resignation und Depression enden.
Auch eine bessere Versorgung ist Schmerzpatienten wichtig. Hierzu zählt zum Beispiel der Wunsch, einen guten Schmerztherapeuten zu finden, endlich ein wirksames Schmerzmedikament zu erhalten sowie weniger Bürokratie bei den Krankenkassen. Zudem fordern sie von Politikern, sich mehr für Schmerzpatienten einzusetzen und die Voraussetzungen für eine bessere schmerztherapeutische Versorgung zu schaffen. Weniger Schmerzen, eine wirksame und verträgliche Schmerztherapie, eine bessere schmerztherapeutische Ausbildung der Ärzte, mehr Verständnis gegenüber Schmerzpatienten bzw. mehr Akzeptanz ihrer Schmerzkrankheit liegen ihnen ebenso am Herzen.

Das zeigt die Aktion „Schmerzens-Wunsch“ der Initiative Schmerz messen, die Schmerzpatienten, Angehörige, Ärzte und Pflegekräfte nach ihren Wünschen in Bezug auf chronische Schmerzen fragte. 3.274 Einsendungen trafen von März bis September ein, 2.670 von Schmerzkranken. Die Aktion gibt Schmerzpatienten eine Stimme, indem sie ihre Wünsche in Worte fasst, ihren Leidensdruck dokumentiert und die Öffentlichkeit für ihre Bedürfnisse sensibilisiert. Die „Schmerzens-Wünsche“ der Patienten basieren auf persönlichen Erfahrungen, beziehen sich aber auch auf gesundheitspolitische und gesellschaftliche Strukturen. „Jeder Wunsch ist gleich wichtig. Auch wenn einige Wünsche häufiger genannt werden als andere“, meint Koch. „Denn jeder einzelne Wunsch steht für ein Schicksal und zeigt die Diskrepanzen zwischen Wunsch und Wirklichkeit für Schmerzpatienten in Deutschland auf“.
Studie dokumentiert europaweite Unterversorgung
Die defizitäre Situation Schmerzkranker bestätigt die Studie PainSTORY: Über einen Zeitraum von zwölf Monaten wurden 294 Patienten aus 13 europäischen Ländern zu ihrem Leben mit dem Schmerz befragt. Das Ergebnis: Nach einem Jahr haben trotz Behandlung noch 95 Prozent der Befragten mittelstarke bis starke Schmerzen. 19 Prozent finden sogar, dass ihre Schmerzen stärker geworden sind. Die Studie dokumentiert, wie es tatsächlich ist, den ganzen Tag, jeden Tag, 365 Tage im Jahr, mit Schmerzen zu leben. Die Intensität des Schmerzes variiert, aber das alltägliche Leben ist kontinuierlich beeinträchtigt.
Wirksame und verträgliche Schmerztherapie schafft Lebensqualität
Um diese Situation von Schmerzpatienten zu verbessern, ist eine engmaschige Betreuung durch qualifizierte Ärzte und eine effektive medikamentöse Schmerztherapie erforderlich. Dr. Gerhard H. H. Müller-Schwefe, Präsident der Deutschen Gesellschaft für Schmerztherapie e.V., erläutert eine effektive Schmerztherapie am Beispiel einer 53-jährigen Patientin. Sie litt fünf Jahre an stärksten Schmerzen im Handgelenk. Keiner konnte ihr helfen. Erst von dem Schmerzspezialisten fühlte sie sich ernst genommen. Er verschrieb ihr ein starkes opioidhaltiges Schmerzmedikament mit den Wirkstoffen Oxycodon und Naloxon. So ließen die Schmerzen der Patientin deutlich nach. Durch diese Fixkombination werden für Opioide typische Beeinträchtigungen der Darmfunktion von Anfang an verhindert, die normale Darmfunktion bleibt erhalten. Da sie das Schmerzmedikament auch sehr gut verträgt, hat sie Lebensqualität zurück gewonnen. „Mit einer adäquaten Schmerztherapie lässt sich vermeiden, dass Schmerzpatienten leiden. Hier besteht Handlungsbedarf, vor allem im Bereich der gesundheitspolitischen Strukturen, aber auch bei den Ärzten und den Patienten selbst“, sagt Müller-Schwefe.

„Ich würde mich gerne wieder frei bewegen können, mit anderen lachen, ohne Angst und Sorgen sein und das Leben wieder genießen können.“ So wie dieser 45-Jährigen geht es vielen Schmerzpatienten. Sie wünschen sich ihre Lebensqualität zurück. Das bedeutet für Betroffene adäquat gelinderte Schmerzen, wieder aktiv sein, den Arbeitsalltag bewältigen oder nachts wieder durchschlafen können. „Für einen Gesunden ist es meist schwer nachvollziehbar, dass ständige Schmerzen sämtliche Bereiche des Lebens massiv einschränken“, sagt Dr. Marianne Koch, Präsidentin der Deutschen Schmerzliga e.V. In dieser Situation entstehen Gefühle der Hoffnungslosigkeit, der Angst und Ohnmacht, die oft sogar in Resignation und Depression enden.
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Dr. Marianne Koch und Dr. Gerhard H. H. Müller-Schwefe präsentieren die 3.274 Einsendungen mit „Schmerzens-Wünschen” von Schmerzpatienten, Angehörigen, Ärzten und Pflegekräften. |
Auch eine bessere Versorgung ist Schmerzpatienten wichtig. Hierzu zählt zum Beispiel der Wunsch, einen guten Schmerztherapeuten zu finden, endlich ein wirksames Schmerzmedikament zu erhalten sowie weniger Bürokratie bei den Krankenkassen. Zudem fordern sie von Politikern, sich mehr für Schmerzpatienten einzusetzen und die Voraussetzungen für eine bessere schmerztherapeutische Versorgung zu schaffen. Weniger Schmerzen, eine wirksame und verträgliche Schmerztherapie, eine bessere schmerztherapeutische Ausbildung der Ärzte, mehr Verständnis gegenüber Schmerzpatienten bzw. mehr Akzeptanz ihrer Schmerzkrankheit liegen ihnen ebenso am Herzen.

Das zeigt die Aktion „Schmerzens-Wunsch“ der Initiative Schmerz messen, die Schmerzpatienten, Angehörige, Ärzte und Pflegekräfte nach ihren Wünschen in Bezug auf chronische Schmerzen fragte. 3.274 Einsendungen trafen von März bis September ein, 2.670 von Schmerzkranken. Die Aktion gibt Schmerzpatienten eine Stimme, indem sie ihre Wünsche in Worte fasst, ihren Leidensdruck dokumentiert und die Öffentlichkeit für ihre Bedürfnisse sensibilisiert. Die „Schmerzens-Wünsche“ der Patienten basieren auf persönlichen Erfahrungen, beziehen sich aber auch auf gesundheitspolitische und gesellschaftliche Strukturen. „Jeder Wunsch ist gleich wichtig. Auch wenn einige Wünsche häufiger genannt werden als andere“, meint Koch. „Denn jeder einzelne Wunsch steht für ein Schicksal und zeigt die Diskrepanzen zwischen Wunsch und Wirklichkeit für Schmerzpatienten in Deutschland auf“.
Studie dokumentiert europaweite Unterversorgung
Die defizitäre Situation Schmerzkranker bestätigt die Studie PainSTORY: Über einen Zeitraum von zwölf Monaten wurden 294 Patienten aus 13 europäischen Ländern zu ihrem Leben mit dem Schmerz befragt. Das Ergebnis: Nach einem Jahr haben trotz Behandlung noch 95 Prozent der Befragten mittelstarke bis starke Schmerzen. 19 Prozent finden sogar, dass ihre Schmerzen stärker geworden sind. Die Studie dokumentiert, wie es tatsächlich ist, den ganzen Tag, jeden Tag, 365 Tage im Jahr, mit Schmerzen zu leben. Die Intensität des Schmerzes variiert, aber das alltägliche Leben ist kontinuierlich beeinträchtigt.
Wirksame und verträgliche Schmerztherapie schafft Lebensqualität
Um diese Situation von Schmerzpatienten zu verbessern, ist eine engmaschige Betreuung durch qualifizierte Ärzte und eine effektive medikamentöse Schmerztherapie erforderlich. Dr. Gerhard H. H. Müller-Schwefe, Präsident der Deutschen Gesellschaft für Schmerztherapie e.V., erläutert eine effektive Schmerztherapie am Beispiel einer 53-jährigen Patientin. Sie litt fünf Jahre an stärksten Schmerzen im Handgelenk. Keiner konnte ihr helfen. Erst von dem Schmerzspezialisten fühlte sie sich ernst genommen. Er verschrieb ihr ein starkes opioidhaltiges Schmerzmedikament mit den Wirkstoffen Oxycodon und Naloxon. So ließen die Schmerzen der Patientin deutlich nach. Durch diese Fixkombination werden für Opioide typische Beeinträchtigungen der Darmfunktion von Anfang an verhindert, die normale Darmfunktion bleibt erhalten. Da sie das Schmerzmedikament auch sehr gut verträgt, hat sie Lebensqualität zurück gewonnen. „Mit einer adäquaten Schmerztherapie lässt sich vermeiden, dass Schmerzpatienten leiden. Hier besteht Handlungsbedarf, vor allem im Bereich der gesundheitspolitischen Strukturen, aber auch bei den Ärzten und den Patienten selbst“, sagt Müller-Schwefe.

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