Beschneidung: Rüdiger Nehberg kämpft mit seinem Projekt "TARGET" für das Ende der Genitalverstümmelung von Frauen

Optimierung der Lebensqualität - Tipps vom Survivaltrainer Rüdiger Nehberg für Schreibtischtäter

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Beschneidung von Mädchen: Rüdiger Nehberg kämpft mit "TARGET" für das Ende der Genitalverstümmelung
Gemeinsam für ein Ende der genitalen Verstümmelung von Mädchen - Gezielte Aktionen für Menschenrechte. Rüdiger Nehberg: "Ich möchte das Ende dieses Verbrechens noch erleben."

Der Menschenrechtler Rüdiger Nehberg, gebürtiger Bielefelder und ehemaliger selbständiger Bäckermeister hat sein Ziel ganz dicht vor Augen: Das Ende der genitalen Verstümmelung von Mädchen.

Bekannt wurde Nehberg als erster europäischer Überlebenskünstler, als "Sir Vival". Sein erster Trip ging von Hamburg zu Fuß ohne mitgenommenes Wasser und Lebensmittel bis ins Allgäu in die Gemarkung Oberstdorf, fast bis an die österreichische Grenze. Nachdem er diese erste Herausforderung mit Bravour und 25 Pfund leichter absolvierte, gab es kein Aufhalten für ihn. Seine Wege und ständigen Herausforderungen führten ihn durch karge Wüsten, Meere und Dschungel. Mit dem Tretboot überquerte er alleine den Atlantik bis nach Brazilien und machte so immer wieder auf sich und sein Anliegen für die Menschrechte einzutreten aufmerksam. Im brasilianischen Dschungel begegnete er den Yanomami-Ureinwohnern, die von der Ausrottung - aufgrund des Goldrausches - bedroht waren. Er machte auf höchster politischer Ebene auf ihr Schicksal aufmerksam und erkämpfte Rechte, Akzeptanz und Ansehen für die Ureinwohner. Eine weitere Herausfroderung für ihn sind die vielen Millionen Mädchen, an denen das Ritual der Genitalverstümmelung vollzogen wird.

Ein Drittel aller Mädchen stirbt oder leidet lebenslänglich an den Folgen der Verstümmelung.
Ist keine medizinische Versorgung möglich, wird der Eingriff der Entfernung der Schamlippen und der Klitoris, auch heute noch ohne Betäubung, meist mit alten, rostigen Rasierklingen oder Dosendeckeln vollzogen. Danach wird die Wunde mit Dornen zusammengenäht. Ein Drittel aller Mädchen stirbt oder leidet lebenslänglich an den Folgen der unbarmherzigen, psychischen und körperlichen Verstümmelung. Für das Urinieren benötigen die Mädchen nun eine halbe Stunde, die Periode dauert zwei Wochen. Bei der Hochzeit wird das Mädchen dann wieder aufgeschnitten - eine lebenslängliche Folter.

Täglich werden 8.000 Mädchen ihrer Genitalien und Würde beraubt. Alle elf (!) Sekunden eins. Weltweit sind davon 150 Millionen Frauen betroffen.

Rüdiger Nehberg und seine Partnerin und Mitstreiterin Annette Weber kämpfen Seite an Seite in ihrem Projekt "TARGET" für das Ende der Genitalverstümmelung bei Mädchen.

Das hat TARGET erreicht
Der Durchbruch: In der Azhar-Universität zu Kairo veranstaltete TARGET mit hochrangigen islamischen Gelehrten unter der Schirmherrschaft des Großmufti von Ägypten, Prof. Dr. Ali Gom’a, im November 2006 eine „Internationale Konferenz Islamischer Gelehrter gegen Weibliche Genitalverstümmelung“. Das Ergebnis schreibt Geschichte und besitzt den Wert einer richtungsweisenden Fatwa, eines Rechtsgutachtens: „Weibliche Genitalverstümmelung ist ein strafbares Verbrechen. Es verstößt gegen höchste Werte des Islam.“

Die Afar (Äthiopien, 1,6 Millionen Menschen) erklärten Genitalverstümmelung schon im Jahr 2002 auf der von TARGET organisierten „1. Wüstenkonferenz“ zur Sünde. Als erstes Volk haben sie wirksame stammesrechtliche Konsequenzen aus der Fatwa von Kairo gezogen. Der Oberste Rat für Islamische Angelegenheiten der Afar und sämtliche Clanführer der Afar schrieben am 6. Juli 2007 per Stammesgesetz die Strafe für Genitalverstümmelungen fest: „Anzeigepflicht gegen die Eltern und Blutgeld gegen die Beschneiderin“!
TARGET durfte daraufhin am Ortseingang von Samara, der neuen Hauptstadt der Provinz Afar, vor der Moschee ein großes Metall-Schild mit Fotos prominenter Afar-Persönlichkeiten aufstellen. Sie bekennen sich zu der Botschaft, die in vier Sprachen auf dem Schild prangt: „ Weibliche Genitalverstümmelung ist ein sündige Handlung“!

Entscheidende „Wüstenkonferenzen“ in Dschibuti und Mauretanien (2004) mit politischen und religiösen Stammesführern führten zur Ächtung von Genitalverstümmelung. TARGET darf vor dem siebtgrößten Heiligtum des Islam, einer Pilgermoschee in der Wüste Mauretaniens, ein Transparent mit der erreichten Fatwa gegen Weibliche Genitalverstümmelung hissen.

Weitere Informationen zum TARGET-Projekt für das Ende der genitalen Verstümmelung von Mädchen erhalten Sie hier http://www.target-human-rights.com Informieren Sie sich und unterstützten Sie schon für Euro 15,00 jährlich das Wirken und die Ziele von TARGET. (MEDIZIN ASPEKTE 08/2008)

Website von Rüdiger Nehberg http://www.ruediger-nehberg.de